Persönliche Erlebnisse

Liebe Leserin, lieber Leser,

kürzlich hatte ich Gelegenheit, im Kennedy Space Center in den Nachbau einer Mercury-Kapsel hineinzukriechen. Kaum vorstellbar, dass in einer solch engen Konservendose vor genau 50 Jahren der erste US-amerikanische Astronaut die Erde umrundete (S. 46). Ich erlebte den Start des Mars Science Laboratory und bekam erstmals ein Gefühl dafür, mit welcher Geschwindigkeit eine startende Rakete in den Himmel schießt. Ein Startsimulator vermittelte mir wiederum, wie man sich fühlen muss, wenn man selbst als Nutzlast in den Raum katapultiert wird. Und dank eines 1:1-Modells des Marsrovers Curiosity und der Erläuterungen der beteiligten Konstrukteure kann ich mir nun genau vorstellen, welches Gefährt ab kommenden August auf dem Roten Planeten unterwegs ist.

Manchmal sind es die kleinen persönlichen Erfahrungen, die Aha-Erlebnisse, die das Verständnis für eine Sache oder einen Zusammenhang erleichtern. Deshalb ist wissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit so wichtig. Zwei konkrete Beispiele für gelungenen »Outreach« sind hier im Heft kurz genannt: Eine Live-Konferenz ermöglichte einem allgemeinen Publikum Einblicke in die Arbeitsweise von Astronomen (S. 102), und das neu eröffnete Haus der Astronomie in Heidelberg ist ein europaweit einzigartiges Zentrum für astronomische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit (S. 15).

Letztlich ist auch unsere Zeitschrift eine Quelle für Anregungen und Informationen. Wir möchten nun gerne von Ihnen wissen: Was bedeutet Ihnen "Sterne und Weltraum"? Gibt es einen Artikel, der Ihnen besonders gefallen hat oder den Sie als prägend für Ihr Hobby, Ihr Studium oder Ihre Arbeit empfunden haben? Welche Geschichte oder welches persönliche Erlebnis verbinden Sie mit "SuW"? Welche Gedanken möchten Sie uns zu "50 Jahre Sterne und Weltraum" mitteilen? Schreiben Sie mir, ich freue mich auf Ihre Zuschriften! Einige davon werden wir in unserer Jubiläumsausgabe, dem Heft 4/2012, veröffentlichen.

Herzlichst grüßt Ihr

Uwe Reichert