in Kooperation mit DAI
Das Ringen um Wasser prägte die Hochkulturen des Altertums
Ein üppiger Garten, in dem an Wasser kein Mangel herrscht und reichlich essbare Früchte wachsen - viele Religionen kennen Vorstellungen von einem Paradies, das die Menschen einst verloren haben oder das in einem besseren Jenseits auf sie wartet. Es dürfte ein uralter Traum sein, der gerade in den frühen Hochkulturen einen scharfen Kontrast zur Lebenswirklichkeit bot: Oft entstanden diese Zivilisationen im steten Ringen um Wasser und Nahrung in einer kargen Umwelt. Der Nil etwa bildete nicht mehr und nicht weniger als eine Flussoase: einen Streifen Grün inmitten lebensfeindlicher Wüste. Das Leben im Bann der Wüste prägte nicht nur Altägypten. Die Knappheit des Wassers in den ariden und semiariden Gebieten scheint die Kulturentwicklung in den verschiedensten Regionen der Erde oft beflügelt zu haben.
(14. Juni 2011)

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