Vom Tempel Salomos zum babylonischen Exil

Das Alte Testament beziehungsweise die hebräische Bibel werden von mehr als zwei Milliarden als heilige Schriften geachtet. Doch berichten beide die Geschichte des Volkes Israel oder überliefern sie nur dessen Mythen? Heutzutage stellen Historiker das Alte Testament in den Kontext altorientalischer Religionen und gleichen es mit den Überlieferungen anderer Kulturen der Zeit ab. Archäologen graben sich Siedlungsschicht für Siedlungsschicht in die Vergangenheit des Heiligen Landes. Gemeinsam rücken sie die Überlieferungen ins rechte Licht. Obwohl beispielsweise gerade die legendären Könige David und Salomo archäologisch nicht zu belegen sind, passen die Schilderungen zu den Verhältnissen der Epoche, wohingegen der Exodus inklusive Rotes-Meer-Durchquerung im Wesentlichen ein Mythos sein dürfte.
Das Spezial "Israel und Juda" gibt einen Überblick über die Forschungsergebnisse zur Besiedlung des Heiligen Landes zu Zeiten des Alten Testaments vom Tempel Salomos bis zum babylonischen Exil.
(21. Dezember 2015)

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