Jahrhundertelang prägte die Metropole am Tiber die Antike. Ihre kaum zu bremsenden Eroberungszüge ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. beeindrucken noch heute Laien wie Experten, unterwarf Rom doch den gesamten Mittelmeerraum seiner Herrschaft, dazu den Orient, Nordafrika, Britannien und Gallien. Aber dann setzte ebenso unaufhaltsam die Gegenbewegung ein. Auf den großen Wendepunkt der Reichsteilung 395 n. Chr. folgte 480 n. Chr. der Tod des letzten Kaisers von Rom. Wirren, Unruhen, Völkerwanderung - wie konnte es so weit kommen? Gelehrte suchten nach Antworten und schufen dabei Mythen, die den Geist ihrer eigenen Zeit widerspiegeln. Doch wie sah der Alltag der Bevölkerung wirklich aus? Ihre Wirtschaft, die Altersstruktur ihrer Gesellschaft, ja auch ihr Sexualleben? Leider ist das Gros der für die Beantwortung notwendigen Texte für immer verloren, so etwa solche aus Buchhaltung und Verwaltung. Doch wer die richtigen Fragen stellt, kann auch auf anderem Weg einen Blick hinter die Kulissen werfen - durch die Analyse von Fresken und Mosaiken, Artefakten und Skeletten. Der Blick hinter die Kulissen Roms und seines Imperiums vermittelt neue, realistischere Einsichten. Folgen Sie unseren Autoren hinter die Kulissen Roms, um gängige Mythen zu entzaubern.
(17. Juni 2016)

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