Symbole des Glaubens und der Macht

Seit Jahrtausenden gehen Menschen an die Grenzen des Möglichen, um Ahnen, Götter, Helden und Herrscher zu ehren. Das antike Grabmal des Königs Antiochos auf dem Berg Nemrud Dag, die Megalithtempel Maltas, die Sonnenpyramide in Teotihuacán oder die Kathedralen des Mittelalters sind nur Beispiele von monumentalen Bauwerken und Denkmälern, die das in ihrer Zeit Machbare auf die Spitze trieben. Erst seit Kurzem betrachten Archäologen, Anthropologen und Ethnologen solche Monumente weniger unter technischen Aspekten, sondern vor allem auch als Ausdruck gesellschaftlicher und kultureller Entwicklungen. Oft spiegeln Tempel oder Grabstätten die Bedürfnisse von Eliten, Reichtum und Macht vor aller Augen zu zeigen. Viele Monumente dienen auch als Erinnerungsorte, an denen sich Gemeinschaften ihrer gemeinsamen Geschichte besinnen, Kontakt zu Ahnen und Göttern aufnehmen, oder Helden feiern. Damit stiften Monumente Identität.
Das Themenspektrum der Artikel dieses Sonderheftes "Monumente der Menschheit" reicht von den Megalithtempeln der Jungsteinzeit bis in die Französische Revolution.
(16. Juni 2017)

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