Etappensiege gegen die tückische Krankheit

Krebs hat sich in den letzten Jahrzehnten als hartnäckiger Gegner erwiesen. Trotz beachtlicher Fortschritte bei der Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung, die in jahrzehntelanger intensiver Forschung erreicht wurden, ist Krebs immer noch die zweithäufigste Todesursache in den westlichen Industrieländern. Teilweise liegt das an einem an sich erfreulichen Trend: unserer stetig steigenden Lebenserwartung. Mit zunehmendem Alter häufen sich in unserem Körper Mutationen, die Zellen entarten lassen. Darum tritt Krebs in einer alternden Gesellschaft von Natur aus häufiger auf. Der Kampf gegen den Krebs kommt aber auch deshalb nur schleppend voran, weil sich die Fülle an genetischen und molekularbiologischen Erkenntnissen über ihre Ursachen nicht ohne Weiteres in Therapieansätze ummünzen lassen. Unlängst hat sich daher eine neue Richtung entwickelt: die physikalische Krebsforschung. Deren Vertreter betrachten das Verhalten der Geschwulst als Gesamtheit und versuchen so neue Therapieansätze zu liefern. Daneben bekämpfen Forscher mit Hilfe von Immuntherapien Krebs mit körpereigenen Waffen. Immuntherapien versuchen dabei die von Tumoren erzeugte Blockierung der Immunreaktion zu lösen oder auch Immunzellen genetisch zu verändern, dass sie Tumoren im Körper eines Krebspatienten gezielt angreifen.
Das Spezial "Ringen mit Krebs" gibt einen Überblick über verschiedenste Methoden, die in der Medizin als viel versprechend angesehen sind, um die Todesrate bei der Diagnose Krebs zu reduzieren.
(23. Januar 2015)

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