Ethnomathematik - Spektrum der Wissenschaft Spezial 2/2006

Rechnen mit Knochen und Knoten

Mathematik - das ist nicht nur das Formel- und Regelwerk, das wir in der Schule zu fürchten gelernt haben. Völker in aller Welt haben Wege ersonnen, sich im Raum zu orientieren, in die Dinge des täglichen Lebens eine Struktur zu bringen und den Jahreslauf von Sonne und Sternen zu verstehen.

Das Sonderheft "Ethnomathematik" bietet einen bunten Überblick, von den ersten Zählübungen im steinzeitlichen Afrika bis zu dem hochkomplexen Kalender der Maya in Mittelamerika und den bewundernswerten Leistungen des Astronomischen Büros am chinesischen Kaiserhof.

(17. November 2006)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhaltsverzeichnis

Inhalte dieser Ausgabe

Eine Reise um die Welt in 80 Mathematiken

 
6
Viele mathematische Leistungen, die in Vergessenheit geraten oder von den Kolonialmächten unterdrückt worden waren, werden wiederentdeckt.

Afrika, die Wiege der Mathematik

 
10
Ein unscheinbarer versteinerter Knochen beweist, dass unsere Vorfahren vor 20000 Jahren schon rechnen konnten.

Die Arithmetik der Maya

 
16
Zwei verschiedene Zählweisen und ein Stellenwertsystem zur Basis 20 dienten dem mittelamerikanischen Volk zur Bestimmung der Kalenderdaten.

Die zwei Nullen der Maya

 
22
oder der Unterschied zwischen »null« und der »Nullte«

Die Quipus der Inka

 
26
Welche Worte in den Knotenschnüren aufgezeichnet sind, wissen wir bis heute nicht. Aber die Darstellungen der Zahlen sind entziffert.

Chinesische Astronomie oder Mathematik als Provisorium

 
30
Die kaiserlichen Astronomen trauten ihren Vorhersagen nicht mehr als wir der Wettervorhersage – mit gutem Grund.

Mathematische Gedichte

 
38
von arabischen Wissenschaftlern des Mittelalters

Magische Quadrate in den Ländern des Islam

 
40
Bereits im 12. Jahrhundert konnten die Araber die Quadrate mit den gleichen Zeilen-, Spalten und Diagonalsummen in jeder Größe konstruieren.

Keltische Flechtwerke

 
46
Machen Sie selbst aus einem dürren Schema ein prachtvolles Ornament nach dem Vorbild der irischen Mönche.

Kolams: Technologie der Verzauberung

 
52
Frauen in Südindien verfertigen täglich kunstvolle Muster, die den Blick des Betrachters ebenso gefangen nehmen sollen wie die Aufmerksamkeit böser Geister.

Mathematik ohne Worte

 
60
Die nordamerikanischen Ute-Indianer drücken auch in Umgangssprache quantitative und räumliche Beziehungen aus.

Perlen für gespielte Muster

 
65
In indischen Stickarbeiten erkennt man Symmetriegruppen.

Die Wahrsager von Madagaskar

 
72
Vorhersage der Zukunft – mit linearer Algebra modulo 2

Musik in Zentralafrika

 
78
Der Kanon der Nzakara auf der fünfsaitigen Harfe folgt strengen Regeln.
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