Gene und Umwelt - Spektrum der Wissenschaft Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung 2/2013

Wie wir werden, was wir sind

Die Epigenetik erweitert das seit mehr als einem Jahrhundert diskutierte Verhältnis zwischen Erbanlagen und Umweltfaktoren um eine völlig neue Dimension: die Rückwirkung persönlicher Erfahrungen auf die Ausprägung der Gene. Deshalb steht die Epigenetik im Mittelpunkt dieses Sonderheftes zum Thema "Gene und Umwelt", das aus den Vorträgen des Berliner Kolloquiums der Daimler und Benz Stiftung von 2012 hervorgegangen ist. Lassen Sie sich verblüffen von den aufregenden neuen Erkenntnissen – unter anderem über die erst kürzlich entdeckten epigenetischen Hintergründe der Alzheimerkrankheit.
(19. April 2013)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhalte dieser Ausgabe

Neue Erklärungen menschlichen Verhaltens

 
6
Noch bis vor Kurzem stritten Forscher darüber, ob bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen angeboren oder anerzogen sind. Inzwischen haben sich die Verhaltensgenetiker jedoch von dieser Dichotomie verabschiedet. Sich richten ihr

Das interaktive Buch des Lebens

 
10
Die Ära nach dem Humangenomprojekt ist gekennzeichnet durch eine verblüffende Erkenntnis: Nicht unser genetisches Erbe macht uns zu dem, was wir sind – sondern das, was von ihm in uns realisiert ist! Und darauf hat die Umwelt entscheidenden Einfluss.

Verborgene Schalter im Gehirn

 
22
Erlebnisse und Erfahrungen lösen epigenetische Veränderungen im Gehirn aus und beeinflussen dadurch die Aktivität von Genen. Das kann Verhaltensänderungen bis hin zu psychiatrischen Störungen hervorrufen.

Verankerung frühkindlicher Erfahrungen im Erbgut

 
30
Während der Entwicklung eines Embryos müssen sich die Zellen der verschiedenen Organe auf ihre jeweilige Aufgabe spezialisieren. Dazu werden Gene durch An- bringen von Markierungen dauerhaft abgeschaltet. Der gleiche Mechanismus bewirkt, dass Umwelteinflüsse in jungen Jahren lebenslange Spuren im Erbgut hinterlassen.

Wie Gene Gesundheit und Verhalten beeinflussen

 
36
Dass jeder Mensch so manches körperliche Merkmal von seinen Eltern geerbt hat, ist offensichtlich. Aber wie steht es mit geistigen Fähigkeiten, Verhaltens­weisen oder der Anfälligkeit für Krankheiten? Auch hier spielt die Veranlagung eine bedeutende Rolle.

Die Epigenetik neurodegenerativer Erkrankungen

 
42
Bei Leiden wie der Alzheimerdemenz gehen mit der Zeit immer mehr Nervenzellen im Gehirn zu Grunde. Die Ursache dafür ist noch weit gehend unklar. Doch nun hat sich gezeigt, dass Mechanismen eine Rolle spielen, welche die Aktivierung von Genen beeinflussen. Daraus ergeben sich aussichtsreiche neue Therapieansätze.

Vom Sozialverhalten zur DNA – und zurück

 
52
Gene und Umwelt prägen unsere Persönlichkeit. Zwischen beiden herrscht eine höchst komplexe Wechselbeziehung. So ist unser soziales Umfeld durch unsere Erbanlagen beeinflusst. Umgekehrt aber wirkt es auch auf diese zurück. Das hat Folgen – bis hin zur Chancengleichheit in unseren Schulen.

Gibt es ein Gen für Intelligenz?

 
62
Intelligenz ist großenteils ererbt. Aber welche Gene sind dafür verantwortlich? Neue Studien zeigen: Sie beruht entweder auf einer bestimmten Kombination sehr vieler häufiger Genvarianten – oder auf wenigen seltenen Abwandlungen zahlreicher ganz unterschiedlicher Gene.

Wovon unsere Lebenszufriedenheit abhängt

 
72
Die meisten Menschen halten Gesundheit, Geld und eine liebevolle Beziehung für die Eckpfeiler eines glücklichen Lebens. Ein halbes Jahrhundert wissenschaftliche Glücksforschung hat jedoch gezeigt, dass äußere Faktoren auf die Dauer nur bedingt zum persönlichen Wohlbefinden beitragen. Wie zufrieden wir im Leben sind, bestimmen ebenso unsere Gene.

Was man für sein Gehirn tun kann

 
80
Unsere Gene setzen die Rahmenbedingungen dafür, wie und wie geistig vital wir altern. Aber was kann man selbst tun, um diesen Rahmen auszuschöpfen?
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