Wie entscheiden wir? - Spektrum der Wissenschaft Spezial Biologie - Medizin - Kultur 1/2012

Im Widerstreit zwischen Vernunft und Bauchgefühl
Es gehört zum menschlichen Leben, sich fortwährend entscheiden zu müssen. Manchmal lassen wir uns dabei von Logik und Vernunft leiten, meist jedoch nicht. Selbst wenn wir meinen, rein rational zu handeln, sind oft andere Motive maßgeblich. Das haben nicht nur Psychologen, sondern auch Hirnforscher herausgefunden.
In diesem "Spektrum"-Spezial kommen Vertreter verschiedener Disziplinen zu Wort - Verhaltensforscher, Mikro- und Neuroökonomen, Psychologen und Politikberater -, die das Thema jeweils von ihrer Warte aus beleuchten.
Die Beiträge in diesem Heft gehen auf Vorträge der Autoren im Rahmen eines Kolloquiums zurück, das im Mai 2011 in Berlin stattfand. Veranstaltet hat es die Daimler und Benz Stiftung; die wissenschaftliche Koordination lag bei dem Bonner Wirtschaftswissenschaftler Armin Falk.
(31.1.2012)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhaltsverzeichnis

Inhalte dieser Ausgabe

Die Qual der Wahl

 
6
Eine große Auswahl zu haben, macht nicht unbedingt glücklicher, sondern kann sogar Stress verursachen. Wer über möglicherweise verpasste Chancen nicht lange nachgrübelt, lebt oft zufriedener

Was beeinflusst unsere Kaufentscheidungen?

 
12
Im Supermarkt haben wir fast immer die Wahl zwischen mehreren gleichartigen Produkten. Doch wozu greifen wir? Welche Rolle spielt der Preis oder die Marke? Inwieweit verzerren Erwartungshaltungen unser Urteil? Auf solche Fragen liefert die Neuroökonomie faszinierende Antworten

Strategisches Entscheiden und die Rolle von Anreizen

 
20
Bei interaktiven Entscheidungen hilft die logisch stringente Analyse selten weiter. Vielmehr gilt es, sich in die Denk- und Verhaltensweise unserer Mitmenschen hineinzuversetzen

Planung, Selbstkontrolle und Ungeduld

 
28
Die angenehmen Dinge des Lebens möchten wir lieber heute als morgen genießen. Aber was lassen wir es uns kosten, nicht warten zu müssen? Die Quantifizierung der Ungeduld ist von großer Bedeutung für wirtschaftswissenschaftliche Betrachtungen

Entscheiden die Gene?

 
34
Inwieweit prägen Persönlichkeitsmerkmale wie ererbte Ängstlichkeit unser Entscheidungsverhalten?

Entscheidungen treffen, ohne zu entscheiden

 
42
Überraschend oft akzeptieren wir Standardvorgaben, statt sie in Frage zu stellen und eine womöglich bessere Option zu wählen

Sanfte Hilfestellung

 
47
Wie kann man Menschen, ohne sie zu bevormunden, Anstöße zu einem Verhalten geben, das für sie selbst vorteilhafter ist?

Zwischen Eigennutz und Gemeinsinn

 
50
Laut Volksmund ist jeder sich selbst der Nächste. Doch in vielen Situationen fahren Altruisten gemeinsam besser als eine Gruppe hartnäckiger Egoisten. Unter welchen Bedingungen Menschen in Gemeinschaftsprojekte investieren, untersucht die experimentelle Ökonomie

Wie risikobereit sind die Deutschen?

 
58
Mit groß angelegten Befragungen und Entscheidungsexperimenten haben Wirtschaftsforscher die Neigung von Menschen ermittelt, riskante Entscheidungen zu treffen. Manche Ergebnisse überraschen

Emotion und Moral bei der Risikowahrnehmung

 
66
Das Risiko von Entscheidungen rein sachlich und nüchtern einzuschätzen, fällt schwer. Gemeinhin lassen wir uns in starkem Maß von Gefühlen und moralischen Wertungen leiten - manchmal auch zu unserem eigenen Nachteil

Wie entscheiden Politiker?

 
74
Politiker haben es meist mit hochgradig komplexen Problemen zu tun, bei denen rationales Abwägen sachlicher Argumente nicht zu eindeutigen Lösungen führt. Deshalb müssen sie oft aus dem Bauch heraus entscheiden

Interview: Es denkt mit

 
80
Im Grenzgebiet von Denken und Fühlen geschehen Dinge, von denen das bewusste Ich keine Ahnung hat. Der Kognitionsforscher Themas Goschke über die Psychologie intuitiver Urteile
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