Die zwölf größten Rätsel der Philosophie - Spektrum der Wissenschaft Spezial Biologie - Medizin - Kultur 2/2012

Offenbar vollzieht sich in der Philosophie, der ältesten akademischen Disziplin des Abendlands, derzeit ein Umbruch. Noch vor wenigen Jahren stellte sie sich als Fach dar, das den Blick zurück richtete und in seiner historischen Rolle gefangen schien. Doch die Zeiten haben sich geändert. Eine jüngere Generation von Philosophen mit freierem Blick ist herangewachsen, die sich den Problemen der heutigen Welt zuwendet. Hinzu kamen zwei Umwälzungen: der Siegeszug der Analytischen Philosophie und der Schulterschluss mit den Naturwissenschaften. Die hier versammelten Beiträge sind ursprünglich als Teil einer zwölfteiligen Serie im Monatsheft von Spektrum der Wissenschaft erschienen.
(13. April 2012)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

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Inhalte dieser Ausgabe

Wer bin ich?

 
6
Erst heute rückt eine allgemein akzeptierte Antwort auf diese klassische Frage der Philosophie in greifbare Nähe – auch dank neuer Impulse aus der Neuropsychologie.

Interview: "Uns bleiben die unlösbaren Probleme"

 
11
Julian Nida-Rümelin zum Wesen der Philosophie und ihrer Relevanz für Wissenschaft und Gesellschaft.

Dem Bewusstsein auf der Spur

 
16
Wie das Gehirn Wahrnehmungen, Empfindungen und Gedanken zu einer Vorstellung verknüpft.

Das Verhältnis von Mensch und Tier

 
24
Sind Geist und Intelligenz dem Menschen vorbehalten und rechtfertigen sie die Sonderstellung, die Philosophen ihm zugewiesen haben?

Gefühl und Vernunft

 
30
Gefühle bestehen nicht nur im Erleben körperlicher Prozesse, sondern bringen auch unwillkürliche Bewertungen zum Ausdruck.

Eine Frage der Selbstbestimmung

 
34
Freier Wille und Determinismus widersprechen sich nur scheinbar.

Das Wesen der Natur

 
39
Was ist Realität? Warum läuft die Zeit nur in eine Richtung? Antworten auf solche Fragen der modernen Naturphilosophie gibt die Quantenphysik.

Ursache und Wirkung – am Beispiel der Gene

 
44
Das Kausalitätsprinzip wirft Probleme auf, die sich nur philosophisch klären lassen.

Was ist gerecht?

 
50
Gerechtigkeit ist ein dehnbarer Begriff, der sich intuitiv verstehen, aber nur schwer exakt fassen lässt.

Streitpunkt Menschenrechte

 
58
Allen modernen freiheitlichen Verfassungen liegt das aus der Aufklärung stammende Konzept der Menschenrechte zu Grunde. Doch trotz dieses erstaunlichen Siegeszugs ist seine theoretische Basis bis heute unsicher.

Sprache und Denken

 
63
Wie eng sind beide verknüpft? Ist Denken immer ein innerer Monolog, oder kommt es auch ohne Wörter aus? Die moderne philosophische Debatte dreht sich vor allem um die Frage, ob Sprache Strukturen bereitstellt, die vorsprachliches Denken allein nicht hervorbringt.

Den anderen verstehen

 
68
Dafür, wie wir uns in andere hineindenken und -fühlen, liefern gleich mehrere Theorien unterschiedliche Erklärungen.

Vernunft und Glaube

 
74
Der Anspruch der Theologie, Wissenschaft zu sein, ist umstritten. Allerdings erfüllt sie viele gängige Kriterien der Wissenschaftlichkeit.

Wissen und Können

 
82
"Wissen-dass" besteht aus sprachlich formulierbarer Information. Dagegen beinhaltet "Wissen-wie" eine Handlungskompetenz.

Was können wir von der Welt wissen?

 
86
Leben wir in einer simulierten Scheinrealität statt in einer Welt tatsächlich existierender Dinge? Diese These der so genannten Skeptiker lässt sich zwar nicht grundsätzlich widerlegen, erscheint aber ziemlich unwahrscheinlich.
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