Intelligenz und komplexes Verhalten im Tierreich

Lange hat sich der Mensch als einziges Wesen betrachtet, das - weil mit Vernunft begabt - Gott ähnlich ist und darum haushoch über der Tierwelt steht. Derlei Hochmut mutet im Rückblick fast peinlich an. Die Verhaltensforschung hat längst gezeigt, dass auch Tiere sehr wohl überlegt handeln können. Das gilt natürlich vor allem für unsere nächsten Verwandten, die Affen. Aber auch andere Säugetiere zeigen ähnliches Verhalten. Dagegen erstaunt die Klugheit der Krähen umso mehr, als sich ihr Gehirn von dem des Menschen grundlegend unterscheidet. Eine stark gefurchte Hirnrinde, die gemeinhin als Sitz unseres Intellekts gilt, sucht man bei ihnen vergebens. Allerdings verfügen sie im hinteren Großhirn über eine Struktur, die in Aufbau und der Verschaltung dem präfrontalen Kortex der Säugetiere gleicht. Ganz unterschiedliche Hirnregionen bieten demnach die Voraussetzung für Intelligenz. Das Spezial "Tierische Tricks" zeigt beispielhaft, wie Intelligenz und komplexes Verhalten im Tierreich vertreten sind.
(10. Oktober 2014)

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