Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Warum überhaupt Fisch?

    23.11.2017, Volker Hahn
    Wir könnten auch ganz auf den Fisch verzichten und direkt die Pflanzen essen
  • Woher kommt der Sprit?

    23.11.2017, Robert Wäger
    In allen diesen Beiträgen wird immer gefragt, woher der Strom kommt oder kommen soll. Ich finde keine Beiträge über das Thema woher das Benzin / der Diesel kommt? Welche Gefahren gehen von einer Ölplattform aus? Wieviel CO2 wurde erzeugt um einen Liter Benzin herzustellen? Ich gehe davon aus, dass diese Werte nicht in den CO2-Abdruck eines Verbrenners eingerechnet sind?!
  • Es gibt auch in Deutschland bereits erfolgreiche Aquakulturen

    23.11.2017, Toni Baumann
    Der afrikanische Wels (Clarias gariepinus) kann in hoher Fischdichte in Basins gehalten werden. Auch er kommt mit extrem sauerstoffarmem Wasser gut zu recht, da er in seiner Urheimat (Okavango-Becken) auch in fast ausgetrockneten Schlammlöchern überleben muss. Diese Schlammlöcher teilen sich die Welse zu tausenden mit Krokodilen, Wasserbüffeln, Hippos und suhlenden Warzenschweinen.
    Entsprechend gut ausgebildet ist ihr Immunsystem.
    Im Gegensatz zum asiatischen Mekong-Wels ("Pangasius") wird in der Aquakultur des afrikanischen Wels kein Antibiotikum benötigt.
    Die Zuwachsraten an Filetgewicht übertreffen bei weitem die aller Säugetiere oder Vögel. Da diese Welse auch in der Natur Kannibalen sind, können die Schlachtreste vermischt mit etwas Getreide rückverfüttert werden.
    Das Welsfleisch ist relativ neutral, fest ( zerfällt auch nicht beim grillen) zartrosa, sehr vielseitig verwendbar und nahezu grätenfrei. Der Omega-3-Gehalt hängt wesentlich von der Art der Fütterung ab.

    Wenn man solche Aquakulturen mit Unterglasgemüsebau koppelt "Projekt Tomatenfisch"
    https://www.youtube.com/watch?v=5RP0rGDCE5M
    kann das durchaus ein Modell für urbane Nahrungsmittelerzeugung bis hin zu Habitaten auf Langzeitweltraumreisen oder Siedlungen auf fernen Planten sein. Verbrauchernahe Frisch-Lebensmittelerzeugung in nahezu geschlossenen Kreisläufen, statt Überfischung der Meere.
  • Welches Ergebnis ist denn nun bedenklich?

    23.11.2017, Andreas Selchow
    Ebenso wie Herr Falken und Herr Wölk verstehe ich nicht, was bedenklich sein soll. IST die Streuung des radioaktiven Materiels nun größer oder nicht? Das kann man doch relativ einfach messen. Ich verstehe die Kernbotschaft eher so: Anhand der räumlich unterschiedlichen Streuung der verschiedenen Xe-Isotope könnte man schließen, dass die erste Explosion im Reaktor eine - auf Grund des geringen Anreicherungsgrades im Kernbrennstoff theoretische eigentlich immer für unmöglich gehaltene - Kernexplosion war. An den an sich schon katastrophalen Folgen des Unfalls ändert das jetzt aber nichts mehr, Streuung hin oder her ....
  • Oumuamua

    23.11.2017, Klaus Moll
    Kann man mehr über seine Bahn und seine Geschwindigkeit erfahren? Zum Beispiel ist es erstaunlich, dass er so nah an unserem Planeten vorbeigekommen ist wenn er doch einen so nahen Bogen um die Sonne geschlagen hat, seine Bahn war ja sehr stark geneigt zu der Ebene unseres Sonnensystems.
  • Künstliche Aufregung

    23.11.2017, Thomas Marx
    In "Go" gibt es eine große, aber endliche Zahl möglicher Konstellationen von Steinen. Die kann ein Computer alle berechnen und das auch noch schneller als ein Mensch. Das hat mit "Intelligenz" nichts zu tun, sondern mit "Rechenleistung". Ein "intelligenter Computer" würde ein neues Spiel erfinden.
  • Unintelligent Intelligence

    23.11.2017, Thomas Marx
    Hat Carl Benz sein Auto gepeitscht für Fehlzündungen? Warum sollte ein intelligentes Wesen, daß so mächtig ist, ein Universum in 7 Tagen zu erschaffen, den Rest seines Lebens damit vergeuden, die offensictlich mangelhaften Prototypen namens Homo Sapiens zu beobachten und für die vom intelligentesten aller Wesen selbst eigebauten Design- und Funktionsfehler zu bestrafen? Könnte man die nicht verbessern, oder einfach neue machen?
    So ein Verhalten, wie es dem potentiellen "intelligent Designer" angedichtet wird, ist die Antithese von Intelligenz und Logik.
  • Glauben ist nicht Wissen

    23.11.2017, Peter Silberg
    @Thomas Marx
    Wie Sie richtig konstatieren, kann man als Nicht-Fachmann die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel selbst nur ungenügend bewerten. Das ist wohl in jedem wissenschaftlichen Fachgebiet (Physik, Chemie, Biologie, etc.) der Fall. Selbst Meteorologen scheinen offensichtlich zum Thema Klima nur eingeschränkt belastbare Aussagen tätigen zu können. Auch mit guter wissenschaftlicher Grundbildung können die sehr speziellen Untersuchungen oft nicht mehr nachvollzogen werden. Daher ist es leicht, Zweifel an den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu säen - insbesondere, weil diese Erkenntnisse unsere bisherige Lebensweise in Frage stellen.
    Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Messmethoden bzw. die Korrektur von Messdaten wissenschaftlich nicht haltbar sind. Es bedeutet nur, dass Laien diese Methoden oft nicht nachvollziehen können. Das ist sicherlich unbefriedigend, sollte aber nicht dazu führen, die Wissenschaft an sich in Zweifel zu ziehen. Der normale Bürger muss sich wohl oder übel auf die - seriösen - Wissenschaftler verlassen. Es gilt also diese zu identifizieren und die schwarzen Schafe, die lediglich ihre eigenen Interessen verfolgen, herauszufiltern.
    Dass die Klimadiskussion nur dazu dient, das Fortbestehen der menschlichen Rasse, bzw. eines Großteils der Weltbevölkerung, zu sichern, versteht sich von selbst. Natur-, Umwelt- oder "Klimaschutz" diesen allesamt nur diesem Ziel.
  • Fehlen die Rohstoffe für die E-Mobilität

    23.11.2017, wolf
    Diesen Einschlägigen E-Diskussionen ist allen gemein , das nur Teilaspekte der Gesamtproblematik beleuchtet werden . Hier nun die Rohstoffe für Batterieherstellung , wobei natürlich verschwiegen wird das einige Selten Erden gemeinsam mit Uran gefördert werden müssen ( was passiert mit dem Uran ?)
    Aber zur Gesamtbetrachtung gehört halt auch : wo kommt die ÖKO Energie her ( und die Behauptung die gäbe es ja heute schon = Propaganda ) und wer legt die 100 Millionen Kilometer armdicke Kupferkabel in die Erde UND vor allem ....wer Zahlt das ( ich habe da schon einen Verdacht )
  • Elektroautos sind nicht gleichzusetzen mit Batterieautos

    23.11.2017, J.Schewitz
    Längerfristig, aber schneller als wir denken, wird es die Brennstoffzelle sein.
    Die europäischen Autofirmen zusammen mit nel-asa, Hexagon etc sind schon emsig dabei.
    Batterie ist ok für Anwendungen von der Taschenlampe bis zum leichten 2-Rad. Für alles darüber ist die BZ besser UND viel ökoöogischer.
    Habe mal gelesen, die Herstellung der Batterien für den Tesla S würde soviel CO² erzeugen, wie 200.000 Fahrstrecken eines gleichschweren Benziners.
    Das kann doch nicht Sinn der Sache sein.
  • Unseriöser Artikel

    23.11.2017, Max Fischer

    Die Lösung: saubere Aquakulturen. Doch gibt es die?

    Nun noch haben wir in Deutschland die Karpfenteichwirtschaft diese Forderung durchaus erfüllen kann.

    Dies wird man jedoch den Autor obigen Artikels nicht verständlich machen können denn wie man am Artikel sieht ist dieser Autor seiner Aufgabe nicht gewachsen:

    Im Text schreibt er der Omega3fettsäuregehalt wäre gleich, in der verlinkten Quelle ist von „less“ - weniger – die Rede.

    Er schreibt „Um ein Kilogramm Barramundi herzustellen, werden nur zwei Pfund Weizen … investiert.“
    Es ist nicht möglich in einer geschlossenen Auquakultur aus 2 Pfund Nahrung (=1kg) 1kg Fisch zu erzeugen da die Fische Stoffwechsel betreiben und Nahrung veratmen!

    „Die meisten Aquakulturtanks benötigen das Edelgas Ozon“

    NEIN! Ozon ist kein Edelgas sondern im Gegensatz sehr reaktiv, ein starkes Oxitationsmittel.

    Hat hier die Redaktion geschlafen?


    VG Max
    Stellungnahme:
    danke - wir haben den Fehler beim Ozon ausgebessert.
  • So einfach ist das nicht

    22.11.2017, Matthias
    Wer sich professionell mit Verkehrsmanagement beschäftigt, kennt die Flaschenhälse, an denen sich Staus entwickeln, auswendig und auch wann diese Staus entstehen. Nach 20 Jahren Beschäftigung mit dem Thema glaubte ich vor ungefähr 2 Monaten, meinen ersten Stau aus dem Nichts zu sehen. Doch die Entdeckerfreude hielt nicht lange an - die Ursache war ein Hingucker, ein auf dem Seitenstreifen abgestellter Motorkran mit Reifenschaden. Den Computer angeworfen war der maximale Durchfluss 10% unter Durchschnitt in einem Abschnitt , der von hartgesonnenen Berufspendlern befahren wird, wo man normalerweise mit 10% überdurchschnitlichem Durchfluss rechnen kann. Es werden immer noch Myriarden von Verkehrsmodellen entwickelt, die sich nicht mit den Flaschenhälsen beschäftigen, und es gibt weltweit vielleicht zwei Forscher, die als einsame Rufer in der Wüste auf diesen Missstand aufmerksam machen. Und ja, mit 10% weniger Durchfluss kann man prächtige Staus erzeugen.
  • Die 1 als Konzept, nicht als Entität

    22.11.2017, Robert Orso
    Die Frage nach der "Ursache" von 1 impliziert, dass es sich dabei um eine Entität handelt. Das ist aber gar nicht zwingend gegeben. Die 1 als sichtbares Zeichen eines bestimmten Konzepts ist natürlich ein Zustand oder Objekt. Sei es als geordnete Struktur von Material die auf einem Untergrund geschichtet eine bestimmte Form ergeben, die wir 1 nennen, oder auch als Zustand von Helligkeit die in einem definierten Zeitraum auf einer definierten Fläche eine ebensolche Form annehmen.

    Diese Einsen haben natürlich eine klar definierte und offensichtliche Ursache.

    Interessent wird es, wenn wir das Konzept betrachten, das diese 1 verdeutlichen soll. Das hat natürlich auch eine Ursache, nämlich in erster Näherung uns, die wir uns dieses Konzept damit verdeutlichen. Gibt es eine 1 ohne einen Verstand, der ihm eine bestimmte Bedeutung zumisst?

    Die 1 als Konzept für die Abzählbarkeit von voneinander getrennten Entitäten? Man kann immer "eins" weiter zählen. Es erfordert aber dazu, dass überhaupt Entitäten existieren und diese voneinander unterscheidbar sind, um die Eigenschaft "zählbar" zu erhalten. Dann ergibt das Konzept "1" ein brauchbares Mittel das zu tun. Insofern würde ich auch in diesem Fall bejahen, dass das Konzept "1" eine Ursache hat - die Existenz der Welt an sich. Ohne eine konkret existierende Entität auf das es angewendet werden kann hat auch das Konzept "1" keinerlei Bedeutung.

    Letztendlich reduziert sich die Frage nach der Ursache von "1" also auf die Mutter aller Fragen: Warum ist "etwas" und nicht "nichts"?

    So sehr ich auch das Prinzip von Ursache und Wirkung liebe - an der Stelle taugt es für die Lösungsfindung nichts. Das ist das Schwarze Loch der Realität an dem alle unsere Denk Konzepte ihren Sinn verlieren, der Gödel'sche Satz der Kausalität. Die Frage nach der "Ursache von 'etwas' " ist daher per Definition nicht "lösbar", weil jede "Lösung" zwangsweise ein Paradox im jeweils angewandten Deutungs System verursacht und sich dadurch selbst ausschließt.
  • 156 Jahre

    22.11.2017, Ali Alk
    "2050 werden nach aktuellen Schätzungen bereits knapp 500 000 Tonnen [Lithium] gebraucht werden"

    "Tatsächlich gibt es den Rohstoff [Lithium] laut Goll genug: weltweit schätzungsweise 47 Millionen Tonnen"

    Das reicht dann - bemessen am Bedarf 2050 - für 94 Jahre. Aber halt...

    "Goll rechnet damit, dass 2030 zehn Prozent des benötigten Lithiums aus Batterien recycelt werden kann, 2050 gar 40 Prozent"

    Also nochmal 40 Prozent von 94 Jahren dazu, macht weitere 37,6 Jahre und dann nochmal 40 Prozent von 37,6 Jahren, macht 15 Jahre usw. Leider konvergiert diese unendliche Reihe bei schlappen 62,7 Jahren, mit den ursprünglichen 94 Jahren also bei 156,7 Jahren. Setzt man den Startpunkt bei 2050, bekommt im Herbst 2206 der erste Interessent keinen Elektromotor mehr und es braucht die nächste Mobilitätswende.

    Wegen der menschlichen Kreativität (welche Frau Goll in ihren Zahlen allerdings schon berücksichtigt hat) in großer Not, kann man die Zahlen gerne verdoppeln. Aber wer sagt uns denn, dass auf Dauer nur die Mobilität bzw. nur Batterien auf Lithium in so großen Mengen angewiesen ist. Vielleicht gibt es ab 2150 einen großen Nachfragekonkurrenten.

    Man sollte aufhören sich etwas vorzumachen. Wirklich nachhaltig ist nur signifikantes Downsizing in der Mobilität. Für Ebikes reicht das Lithium ewig, für SUVs wie gezeigt nicht. Und wer zu Fuß unterwegs ist, kann das Lithium ohnehin links liegen lassen.

    "Was laufen? Wie soll das gehen? Das dauert ewig?" wird die natürliche Reaktion sein. Und das führt zum entscheidenden Punkt: in Städten, die für Autos gebaut wurden, ist es nur konsequent, dass jede Art der Fortbewegung, die ohne enorme Energiemengen und damit geringeren Geschwindigkeiten auskommt, inakzeptabel, undenkbar, unmöglich erscheint. Deswegen muss sich die Struktur der Städte ändern.

    Und zwischen den Städten muss auf die Schiene gesetzt werden. Schnell, komfortabel, mit hoher Kapazität. Aber schauen Sie sich mal an, wie sich heute die Investitionen in unsere Verkehrsinfrastruktur zwischen Straße, Schiene und Wasserstraßen aufteilen. Da brauchen Sie kein Lithium, da brauchen Sie Valium.

  • Schade ...

    22.11.2017, Robert Orso
    ... dass es nicht möglich ist, eine Sonde hin zu schicken und ihn aus der Nähe zu betrachten oder eine Probe zu nehmen. Zu kurzfristig, zu schnell, zu weit, zu teuer.

    Auf die Theorien über die Entstehung eines so schlanken Himmelskörpers bin ich allerdings gespannt.

    "Vielmehr besteht das Objekt wohl aus Gestein oder Metall"

    Dann winken wir den Besuchern wenigstens beim Vorbeiflug, auch wenn die Passagiere nach ein paar Millionen Jahren Flugdauer wohl schon in ihren Sitzen eingetrocknet sind. ;-)

    Aber natürlich ist das kein interstellares Raumschiff. Eine speerförmige Konstruktion wäre gar nicht so ideal dafür. Zu viel Material für zu wenig Transport Volumen. Im Vakuum ist eine windschnittige Form auch gar nicht notwendig.