Lexikon der Biologie



Lymphocyten



Abb. 2: Vereinfachtes Schema der Lymphocyten-Wechselwirkungen (gestrichelt: stimulierende Wirkung, gepunktet: hemmende, regulierende Wirkung).

Die Anzahl der B- und T-Lymphocyten in einem Organismus verändert sich nach der Reifung des Immunsystems nicht mehr, obwohl täglich Millionen neuer Lymphocyten gebildet werden. Lange Zeit vermutete man, daß alte Lymphocyten durch die neu gebildeten ersetzt werden. In letzter Zeit haben sich aber Hinweise gehäuft, daß es nur einem Teil der neu gebildeten Lymphocyten gelingt, die alten Zellen zu ersetzen; die meisten sterben wieder ab. Nur die Lymphocyten, die gegenüber den alten Lymphocyten einen Selektionsvorteil besitzen, können sich im Immunsystem etablieren. Die meisten Lymphocyten leben nach dieser Vorstellung wochen-, monate- oder gar jahrelang. Einige von ihnen sind somit vermutlich identisch mit den Gedächtniszellen (immunologisches Gedächtnis), die bei einer Immunantwort nach dem ersten Kontakt mit dem Antigen aktiviert werden. Das Wechselspiel mit dem in den Lymphknoten gespeicherten Antigen sowie mit anderen Lymphocyten und deren Botenstoffen bestimmt, wie lange Lymphocyten leben.

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