Eriodictyon californicum (Hook. et Arn.) Torr.

(syn. Eriodictyon glutinosum, Wigandia californica).

Fam.: Hydrophyllaceae.

Vork.: westliche USA bis Mexico.

Droge: Eriodictyonis folium (syn. Folia Eriodictyonis, Eriodictyon, Herba Santa); Eriodyctionblätter (syn. Eriodictyon-californicum-Blätter, Santakraut), die getrockneten Laubblätter. Inh.: Homoeriodictyol (3-6 %, Flavanonderivat), daneben Eriodictyol und Chrysoeriol. Anw.: in der Volksheilkunde innerlich bei Erkrankungen der Atemwege, wie Asthma oder Bronchitis. Die Indianer Nordamerikas verwendeten die Droge auch bei Magen- und Darmstörungen sowie bei Erkrankungen des Urogenitaltraktes. Auch über eine äußerliche Anwendung bei stumpfen Verletzungen, Verrenkungen und Insektenstichen wird berichtet. Die Wirksamkeit für die genannten Indikationen ist wissenschaftlich nicht belegt. Trotzdem existieren in den USA eine Reihe von Patenten, die die Anwendung von Eriodictyon-Extrakt bei trockener Haut und Schleimhaut beschreiben. Auch ist eine Verwendung als Geschmackskorrigens bekannt.

Hom.: Eriodictyon californicum HAB1 (syn. Yerba santa), die frischen, oberirdischen Teile der blühenden Pflanze. Anw.-Geb.: Erkrankungen der Atemwege und des Rippenfelles.

Histor.: Der Gattungsname ist griechischen Ursprungs und von erion (Wolle) und diktyon (Fangnetz) abgeleitet und bezieht sich auf die verfilzten Haare an der Blattunterseite. Mit glutinosus (klebrig) wird auf die klebrige Blattoberseite infolge harzartiger Ausscheidungen hingewiesen. Die Bezeichnung Herba Santa bzw. Yerba santa (heiliges Kraut), macht die hohe Wertschätzung für die Droge deutlich. In den Heimatgebieten, bes. Mexiko und Kalifornien, war die Droge seit langer Zeit ein beliebtes Hustenmittel und wurde bei Bronchialkatarrh und Asthma meist wie Tabak geraucht.