Engelmann-Versuch, das nach T.W. Engelmann (1843-1909) benannte Experiment zum Nachweis des Aktionsspektrums der Fotosynthese. Engelmann nutzte ein Prisma, um das Sonnenlicht in verschiedene Spektralbereiche aufzutrennen und damit die fädige Grünalge Spirogyra zu bestrahlen. Bestimmte Zellen wurden so durch blaues, andere durch grünes und wieder andere durch rotes Licht bestrahlt ( vgl. Abb. ). Der während der Fotosynthese entstehende Sauerstoff diente Engelmann als Maß für die fotosynthetisch wirksamen Wellenlängen des Lichts. Um die Sauerstoffbildung verfolgen zu können, setzte Engelmann aerotaktische Bakterien zu (Aerotaxis), die sich vor allem im blauen und roten Bereich des Spektrums ansammelten, wohingegen sie bei grün bestrahlten Algenzellen kaum vorhanden waren (Grünlücke).



Engelmann-Versuch