Konjugation, 1) Genetik: die Übertragung von genetischem Material durch direkten Kontakt von Zelle zu Zelle.

a) Bei Prokaryoten ist die K. am besten bei Escherichia coli (E. coli) erforscht. Die K. erfolgt hier, indem eine „männliche“ Zelle (Spenderzelle, Donor) von E. coli mit Hilfe von Zellfortsätzen, den Sexpili, eine „weibliche“ Zelle (Empfängerzelle, Recipient) von E. coli bindet und nach Ausbildung einer Cytoplasmabrücke DNA in den weiblichen Partner transferiert.

b) Bei Ciliata Form der Fortpflanzung, bei der sich zwei Zellen aneinanderlegen und im Bereich des Mundfeldes miteinander verschmelzen. Der Makronucleus löst sich jeweils auf. Die Mikronuclei machen eine Meiose durch und von den vier entstehenden Kernen gehen drei zugrunde. Der verbliebene Kern teilt sich nochmals; einer der entstandenen Kerne verbleibt als Stationärkern in der Zelle, der andere wandert als Wanderkern in den Konjugationspartner, wobei ein gegenseitiger Austausch der Wanderkerne stattfindet. Anschließend verschmelzen jeweils Stationärkern und Wanderkern miteinander und die jetzt genetisch gleichen Zellen trennen sich wieder.

2) Physiologie: Biotransformation.