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Kompaktlexikon der Biologie: Mutation

Mutation, die allg. Bez. für eine spontane und zufällige Veränderung der genetischen Eigenschaften einer Zelle, die nicht mit sexueller Fortpflanzung zusammenhängt. Die Bez. wurde von H. de Vries 1901 eingeführt. M. können sowohl somatische Zellen als auch Zellen der Keimbahn treffen. M. werden als spontan oder dann als induziert bezeichnet, wenn sie für die Erforschung von Genfunktionen bewusst durch Mutagene ausgelöst werden. Sie lassen sich nach der Größe der durch sie hervorgerufenen Veränderungen in kleine M. und große M. oder aber nach ihrer Entstehung bzw. dem M. auslösenden Mechanismus in Genommutationen, Chromosomenmutationen und Genmutationen einteilen, wobei die Abgrenzung zwischen diesen Typen fließend sein kann und Ereignisse wie z.B. Deletionen auf mehreren Ebenen wirksam werden können. M. sind für betroffene Individuen häufig von Nachteil; gleichzeitig jedoch von großer Bedeutung für die Evolution von Organismen. (Populationsgenetik)

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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