Adstringentien [von latein. adstringens = zusammenziehend], Adstringenzien,Substanzen, die, auf Wunden oder Schleimhäute aufgetragen, eine Protein-Fällung oder -Fixierung bewirken, was zur Bildung einer festen oberflächlichen Membran aus diesen Proteinen führt. Adstringentien wirken dadurch blutstillend, entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzstillend. Sie sind in Wundpudern, Gurgelmitteln und Mitteln gegen Magenschleimhautentzündungen enthalten. Vertreter sind z. B. Gerbstoffe, wie Tannin, Schwermetallsalze (Wismutpräparate, Silbersalze), schwache Säuren oder Oxidationsmittel.