Begeißelung, die Anordnung der Geißeln (Cilien, Flagellen) an den Zellen und ihr Aufbau; wichtiges Merkmal zur Unterscheidung und taxonomischen sowie systematischen Einordnung von Niederen Organismen. 1) bakterielle Begeißelung: Bakteriengeißel. 2) Begeißelung der pilzähnlichen Protisten (Niedere Pilze; ß vgl. Abb. ): die Myxoflagellaten vieler Echter Schleimpilze (Myxomycetes) und die Zoosporen oder Planosporen der parasitischen Schleimpilze (Plasmodiophoromycetes) zeigen 2 nach vorn gerichtete (akrokonte), ungleich lange Peitschengeißeln; die Netzschleimpilze (Labyrinthulomycetes) bilden lateral und die Oomycetes (Eipilze) akrokont oder lateral auch 2 Geißeln, eine nach vorn gerichtete Flimmergeißel und eine nach hinten gerichtete Peitschengeißel (biflagellat); die Zoosporen der Hyphochytriomycetes bewegen sich mit einer akrokonten Flimmergeißel, die Chytridiomycetes dagegen mit einer basalen, nach hinten gerichteten (opisthokonten) Peitschengeißel (als Schubgeißel). 3) Einzellige Eukaryoten (Einzeller) zeigen häufig eine spezielle Begeißelung, die primär der Fortbewegung, sekundär auch der Nahrungsaufnahme dient.

ß





Begeißelung



Begeißelungstypen bei Niederen Pilzen