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Lexikon der Biologie

Blutzellen

Blutzellen, Blutkörperchen, Hämocyten, zelluläre Bestandteile des Blutes, die im Blutplasma zirkulieren ( vgl. Abb. ). Diese sind überwiegend die bei Säugetieren kernlosen, bei anderen Wirbeltieren und verschiedenen Wirbellosen kernhaltigen, hämoglobinhaltigen (Hämoglobine) roten Blutkörperchen (Erythrocyten), deren Aufgabe der O2- und CO2-Transport ist (Atmungspigmente, Blutgase). Die bei Säugern kernhaltigen Blutzellen werden weiße Blutkörperchen (Leukocyten) genannt. Sie unterteilen sich in die Granulocyten, deren Aufgabe die Phagocytose von Bakterien ist (neutrophile Granulocyten), die Mastzellen, die Monocyten und die für das Immunsystem wichtigen Lymphocyten (B-Lymphocyten und T-Lymphocyten) und Plasmazellen. Die Blutplättchen (Thrombocyten) sind Teil des Blutgerinnungssystems (Blutgerinnung) und keine Zellen, sondern Abscheidungen der im Knochenmark liegenden Megakaryocyten. Die Differenzierung (Differentialblutbild) der Leukocyten gibt Hinweise für entzündliche (Leukocytenkurve) oder bösartige Prozesse (Leukämien). Menge und Verhältnis der einzelnen Blutzellen zueinander ergeben für jede Tierart ein charakteristisches Blutbild. Bei den meisten Wirbellosen sind die Blutzellen farblos, da das Hämoglobin im Blutplasma gelöst ist. Nur bei wenigen, z. B. Schnurwürmern und Seeigeln, ist das Hämoglobin wie bei den Wirbeltieren an die Blutzellen gebunden. Blutbildung, blutbildende Organe, Blutsenkung, Blutzellenadhäsion, Donné (A.), Hämatokritwert, Leeuwenhoek (A. van), Lister (J.J.), Malpighi (M.), Metschnikow (I.I.), mikroskopische Präparationstechniken, Schultze (M.J.S.), Swammerdam (J.), Zählkammer; Bindegewebe , Blutbildung .




Blutzellen

Blutausstrich mit Erythrocyten (roten Blutkörperchen, E), Thrombocyten (Blutplättchen, T) und verschiedenen Formen von Leukocyten (weißen Blutkörperchen): eosinophile Granulocyten (eG), basophile Granulocyten (bG) und neutrophile Granulocyten (nG), Lymphocyten (L) und Monocyten (M)

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