Charales [von Chara], Armleuchteralgen i. w. S., Ordnung der Grünalgen mit 3 Familien ( vgl. Tab. ), von denen mit den Characeae nur noch eine einzige rezent vorkommt. Weltweit sind zusammen ca. 300 Arten bekannt, davon kommen ca. 40 in Deutschland vor. Die Ordnung umfaßt Algen mit schachtelhalmartigem Thallus, zum Teil bis 1 m hoch, mit charakteristischen Geschlechtsorganen. Sie sind eine in sich geschlossene Gruppe, die mit den Grünalgen nur Assimilationspigmente und Reservestoffe gemein haben, und werden nach der neueren Systematik deshalb als eigene Klasse Charophyceae geführt. Der Thallus wächst mit einschneidiger Scheitelzelle; er ist in lange Internodienzellen und kurze Nodial-(Knoten-)Zellen gegliedert. Die Armleuchteralgen bedecken in stehenden oder schwach fließenden Gewässern oft große Flächen (Chara-Wiesen). Sexuelle Fortpflanzung durch Oogamie; das mit bloßem Auge erkennbare Oogonium (Nuculus) ist spiralig von Berindungsfäden umhüllt. Das kugelige männliche Gametangium (Globulus) ist komplex gebaut; es enthält im Innern mehrere vielzellige spermatogene Fäden, mit einem Gameten pro Zelle. Bei Reife durch Carotinoidanhäufung rötlich gefärbt. Charales sind Haplonten. Die vegetative Fortpflanzung erfolgt durch ein- bis mehrzellige farblose Rhizoide oder Thallusknöllchen. Algen III .