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Lexikon der Biologie

Clone-selection-Theorie

Clone-selection-Theorie, Clonal selection theory, klonale Selektionstheorie, Klon-Selektionshypothese, zunächst von N.K. Jerne und D. Talmage aufgestellte, in ihrer heutigen Form von F.M. Burnet 1959 formulierte Theorie (ein zentrales Paradigma der adaptiven Immunität), die besagt, daß es in einem Organismus mit Immunsystem für alle Antigene bestimmte Zellen mit der Fähigkeit zur Bildung der entsprechenden Antikörper gibt ( vgl. Abb. ): a) Nicht das Antigen instruiert die Lymphocyten zur Bildung spezifischer Antikörper, sondern die Lymphocyten sind ohne vorherigen Kontakt mit dem Antigen bereits für eine Antikörperspezifität vorprogrammiert. b) Das Antigen selektioniert den Lymphocyten, der mit dem Oberflächenrezeptor am besten zusammenpaßt, und induziert so die Lymphocytenproliferation. Alle Nachkommen der induzierten Zelle bilden Antikörper derselben Spezifität; sie stellen einen Immunzell-Klon dar. c) Das Immunsystem eines Organismus besteht aus einem Zellmosaik; es sind so viele Lymphocyten vorhanden, wie es Antikörperspezifitäten gibt. Immunglobuline, Immunglobulin-Gene.




Clone-selection-Theorie

Ein Antigen aktiviert nur diejenigen T- und B-Lymphocyten-Klone, die den entsprechenden Oberflächenrezeptor besitzen. Nach der Clone-selection-Theorie besteht das Immunsystem aus Millionen verschiedener Lymphocyten-Klone. Davon können Hunderte durch ein spezielles Antigen aktiviert werden.

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