Detergentien [von latein. detergere = reinigen; Sing. Detergens], Detergenzien, ursprünglich im deutschen Sprachgebrauch grenzflächenaktive Stoffe, für die heute der Begriff Tenside gilt. I.e.S. sind Detergentien synthetische organische Verbindungen, die aufgrund ihres amphipathischen Charakters die Oberflächenspannung des Wassers verringern, also Wasch- und Reinigungsmittel. Man unterscheidet harte und weiche Detergentien. Die harten Detergentien können biologisch, d. h. durch Bakterien oder Pilze, nicht abgebaut werden (abbauresistente Stoffe), die weichen werden dagegen bis zu 80% biologisch abgebaut. In Deutschland sind seit dem 1.12.1962 nur noch letztere erlaubt. – In der biochemischen Forschung werden Detergentien vor allem zur Solubilisierung von Membranproteinen eingesetzt. Wirkungsvolle Detergentien zeichnen sich durch eine hohe kritische micellare Konzentration (im Millimol-Bereich) aus; nahe dieser Konzentration eingesetzt, bilden sie mit Membranproteinen und Membranlipiden micellenartige Strukturen. Je nach den geforderten Bedingungen werden ionische (z. B. Cetyltrimethylammoniumbromid, Natriumdesoxycholat, SDS), nicht-ionische (z. B. Triton-X-100, Tween 80) und zwitterionische Detergentien (z. B. CHAPS) eingesetzt. Biodetergentien, Emulgatoren, Enzyme, Fischgifte, Gallensäuren, Kapillarität, Membran, Proteine, Seifen, Waschmittel.