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Lexikon der Biologie

Endosperm

Endosperm s [von *endo- , griech. sperma = Same], Bezeichnung für das sich im Samen der Samenpflanzen (Bedecktsamer, Nacktsamer) entwickelnde Nährgewebe für den jungen Sporophyten. Man unterscheidet aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungen ein primäres und ein sekundäres Endosperm. Das primäre Endosperm ist der sich zu einem nährstoffspeichernden Gewebe entwickelnde Megagametophyt bei den Nacktsamern. Das sekundäre Endosperm geht aus der den triploiden Endospermkern enthaltenden Zelle des Embryosacks hervor. Die Entwicklung des sekundären Endosperms kann unterschiedlich erfolgen: a) nucleär; dies ist die häufigste Form; hierbei laufen in der sich vergrößernden Zentralzelle (Endospermzelle) freie Kernteilungen ab; es kommt zur Ausbildung eines Kern-Tapetums, das sich nachträglich durch Ausbildung von Zellwänden zellulär aufgliedern kann. b) zellulär; hierbei ist vom Beginn der Endospermbildung Kernteilung mit Zellwandbildung verbunden. c) helobial; hierbei entwickelt sich nach der ersten Kernteilung des Endospermkerns der obere (zur Chalaza hingelegene) Teil der Zentralzelle nucleär, der untere zellulär; diese Art der Endospermbildung ist bei einigen Einkeimblättrigen Pflanzen (z.B. Helobiae; Alismatidae) anzutreffen. Von einem ruminanten Endosperm spricht man, wenn vom Nucellus oder den Integumenten auffällige Gewebewucherungen in das Endosperm hineinwachsen. Bedecktsamer I .

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