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Lexikon der Biologie

Fibroblasten

Fibroblasten [von *fibro- , griech. blastanein = bilden], Fibroplasten, Faser- oder Bindegewebsbildungszellen, aus dem Mesoderm stammende Population teilungsaktiver und nicht voll differenzierter Zellen bei vielen Wirbellosen, vor allem aber Wirbeltieren, die sich zu den verschiedensten Bindegewebszellen (Bindegewebe), z.B. Adipocyten, Chondrocyten, Osteocyten oder Fibrocyten, differenzieren können. Von Fibroblasten ( vgl. Abb. ) gehen die Regeneration und der Umbau von Bindegeweben aus. Sie können als undifferenzierte Zellgruppe zeitlebens erhalten bleiben, aber auch auf Außenreize hin (Verletzungen) durch Entdifferenzierung aus differenzierten Bindegewebszellen (Knochen, Knorpel usw.) entstehen. Da Fibroblasten nicht in Geweben, sondern solitär wachsen und zudem kaum differenziert sind, ist ihre Kultur (Zellkultur) relativ leicht. Sogenannte primäre Linien mit ca. 50 Teilungszyklen und damit begrenzter Lebensdauer können durch genetische Eingriffe in permanente Linien umgewandelt werden. Actin, Altern, Entzündung, fibroblast growth factor, Fibronektin, Granulationsgewebe.



Fibroblasten

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Fibroblasten

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