fossile Brennstoffe, aus organischen Substanzen bestehende, durch eine vor allem seit dem Mesozoikum andauernde Umwandlung von Biomasse (Inkohlung) entstandene, natürliche feste, flüssige oder gasförmige Brennstoffe (im Gegensatz zu den nuklearen Brennstoffen). Sie bestehen überwiegend aus Kohlenstoff und Wasserstoff, enthalten jedoch auch Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel sowie mehr oder weniger große Mengen an Wasser und mineralischen Beimengungen (sog. Ballaststoffe, die beim Verbrennen als Asche anfallen). Zu den fossilen Brennstoffen gehören Kohle (Stein- und Braunkohle), Erdöl und Erdgas (in geringerem Maße werden auch Ölsande und -schiefer und der „rezente“ Torf genutzt). Fossile Brennstoffe sind die weltweit wichtigsten Primärenergieträger (fossile Energieträger; Energie): im weltweiten Mittel werden durch sie etwa 80%, in den Industrieländern etwa 90% des Primärenergiebedarfs gedeckt. Fossile Brennstoffe werden durch Verbrennung genutzt: hierbei werden sie entweder direkt zur Wärmeerzeugung (mit Wirkungsgraden von 50–70%, mit Hilfe von Wärmerückgewinnungsverfahren bis 90%) oder zur Erzeugung von Elektrizität eingesetzt. (Brennstoffe, deren Energie unmittelbar in mechanische Arbeit umgesetzt werden kann, bezeichnet man auch als Kraftstoffe). Da die Neubildung gegenüber dem hohen Verbrauch praktisch nicht ins Gewicht fällt, werden die vorhandenen Reserven an fossilen Brennstoffen in absehbarer Zeit erschöpft sein. Zwar haben sich die nachgewiesenen Vorräte trotz intensiver Ausbeutung in den letzten Jahrzehnten erhöht, doch erfordern viele dieser Reserven eine sehr aufwendige Förderungstechnik. Die prognostizierten „Reichweiten“ (Kohle: ca. 300 Jahre, Erdöl/Erdgas: ca. 50–60 Jahre) können bei verstärktem Wirtschaftswachstum erheblich verkürzt werden. Die Nutzung fossiler Brennstoffe führt zu erheblichen Umweltproblemen: regional z.B. zu saurem Niederschlag und Smog, global zum Treibhauseffekt. Bioenergie, Gashydrate, Klima, Kohlendioxid, Kohlenstoffkreislauf, Luftverschmutzung.