Gameten [von *gamet- ; Sing. Gamet], Geschlechtszellen, Keimzellen i.e.S., sexuelle Fortpflanzungszellen, Gamocyten, haploide Fortpflanzungszellen, die paarweise miteinander zu einer diploiden Zygote (Meiose) verschmelzen (Befruchtung, Besamung); selten normale Zellen, die miteinander verschmelzen (Hologamie, nur bei manchen Einzellern); ansonsten als Merogamie: mehr oder weniger stark differenzierte Zellen, oft in einer komplizierten Gametogenese (Abb.) gebildet. – Isogameten sehen gleich aus, sind aber fast immer physiologisch unterschieden („morphologische Isogametie bei physiologischer Anisogametie“). Anisogameten (Anisogamie) unterscheiden sich in Größe und/oder Gestalt und/oder Beweglichkeit. Ist der Makrogamet (Megagamet) unbeweglich und zudem auch besonders groß, liegt Oogametie oder Oogamie vor; Oogametie ist also streng genommen kein Gegensatz zur Anisogametie, sondern ihr überaus häufiger Grenzfall; der Makrogamet wird dann Eizelle (nicht Ei = „Ovum“), der Mikrogamet Spermium (Spermien) bzw. Spermatozoid genannt. Die Oogametie ist bei Eukaryoten mehrmals konvergent entstanden. Iso-, Aniso- und Oogametie kommen, artcharakteristisch verteilt, sogar innerhalb einer Gattung (z.B. Chlamydomonas) oderbei verschiedenen Gattungen der Gregarinen (Gregarinida, Sporozoa) vor. Die geschlechtliche Differenzierung der Gameten wird mit +/– oder mit ♂/♀ bezeichnet (funktionelle Bedeutung: Sexualität). Bei den Heliozoen (Sonnentierchen) liegt zwar Isogametie vor, doch wird derjenige Gamet als ♂ bezeichnet, der die Pseudopodien bildet, also der „beweglichere“ ist. Befruchtung (Abb.), Eizelle (Abb.), Fortpflanzung, Gametogamie, Gametogenese, Geschlecht, Gonen, Keimbahn, sexuelle Fortpflanzung; Mendelsche Regeln I–II, Sexualvorgänge.