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Lexikon der Biologie

Gammopathien

Gammopathien [von *gamma- , griech. pathos = Krankheit], Vermehrung sämtlicher oder einzelner Immunglobulinklassen. Eine globale Vermehrung der Immunglobuline wird vor allem bei chronisch entzündlichen Prozessen der Leber gefunden. Werden die vermehrt auftretenden Immunglobuline von vielen B-Lymphocyten gebildet, liegt eine polyklonale Gammopathie vor. Einer monoklonalen Gammopathie (Paraproteinämie) liegt die extreme Proliferation eines Klons Immunprotein-sezernierender Plasmazellen zugrunde. Monoklonale Gammopathien beruhen auf einer Störung der B-Zellreihe unbekannter Genese. Sie treten meist nach dem 50. Lebensjahr auf, und ihre Einteilung erfolgt nach klinischen Kriterien.

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