Direkt zum Inhalt
Lexikon der Biologie

Globuline

Globuline [von *globul- ], höhermolekulare Proteine, die in reinem Wasser unlöslich oder nur wenig löslich, in verdünnten Neutralsalzlösungen jedoch gut löslich sind und die bei Halbsättigung mit Ammoniumsulfat wieder ausgefällt (ausfällen) werden. Diese Definition der Globuline ist rein operational und entspricht vielen Proteinen aus nahezu allen Organismenarten (Mensch, Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen) und Zellfraktionen. So stellen Globuline strukturell und funktionell meist sehr heterogene Proteinmischungen dar, und die Zuordnung einzelner Proteine zu den Globulinen oder anderen Fraktionen (wie z.B. den Albuminen) ist nicht immer eindeutig. Wegen ihrer diagnostischen Bedeutung sind die Globuline des Blutplasmas von Säugern einschließlich des Menschen ( vgl. Tab. ), die durch Elektrophorese in weitere Untergruppen (α-, β-, γ-Globuline) zerlegt werden können, besonders gut charakterisiert (Blutproteine). Im Gegensatz zu den wasserlöslichen kohlenhydratfreien Albuminen sind sie zum Teil stark glykosyliert (Glykosylierung). Während die meisten Globuline in der Leber gebildet werden, entstehen die Immunglobuline in den von B-Lymphocyten abstammenden Zellen des Blutplasmas. Gammaglobuline, Kendrew (J.C.), Serumproteine.

Artikel zum Thema

SciViews