Glockentierchen, 1) Glockentierchen i.e.S., Wimpertierchen der Gattung Vorticella (Ordnung Peritricha); gestielte, an einer Unterlage festsitzende Einzeller mit glockenförmigem Zellkörper ( vgl. Abb. 1 , vgl. Abb. 2 ); im Stiel befinden sich kontraktile Fibrillen (Spasmoneme, „Stielmuskel“), die ein schnelles Verkürzen des Stiels erlauben ( vgl. Abb. 3 ); bei Vorticella bildet der zusammengezogene Stiel eine Schraube. Sie leben als Einzelindividuen, bilden aber oft Rasen auf Holz, Pflanzen oder lebenden Tieren, wie kleinen Krebsen, Schneckenhäusern usw. Glockentierchen sind Bakterienfresser. Manche Arten kommen nur in sauberen (Vorticella similis, Vorticella monilata), andere auch in stark verschmutzten Gewässern bis hin zu Abwasserkanälen und Kläranlagen (Vorticella convallaria, Vorticella microstoma) vor. Bei hoher Individuenzahl bilden sie auf Steinen und Pflanzen einen schleimigen, grauen Überzug. Einzeller. 2) Glockentierchen i.w.S., die Peritricha.



Glockentierchen



Abb. 1: kleine Kolonie von Glockentierchen (Vorticella)



Glockentierchen



Abb. 2: glockenförmiger Zellkörper und Stiel (Ausschnitt) von Vorticella



Glockentierchen



Abb. 3: Vorticella mit kontrahiertem (links) und expandiertem (rechts) Spasmonem