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Lexikon der Biologie

hämatopoetische Stammzelle

hämatopoetische Stammzelle, undifferenzierte, sich selbst erneuernde Zelle, aus der Zellen verschiedener Linien (z.B. der myeloiden und der lymphoiden Linie) entstehen können. Beim Erwachsenen werden diese Zellen im Knochenmark gefunden, während der fetalen Periode anfangs im Dottersack, später in der Leber. Die Kapazität zur Selbst-Erneuerung verleiht den hämatopoetischen Stammzellen eine große therapeutische Bedeutung bei der Behandlung von Krankheiten des Blut- oder Immunsystems sowie zum Wiederaufbau des Blutsystems nach chemotherapeutischer Behandlung von Krebserkrankungen. Da sie auch im Knochenmark nur in sehr geringer Frequenz vorkommen (ca. 1 :1 ·104 Knochenmarkzellen), kommt der ex-vivo-Expansion dieser Zellpopulation durch Kultivierung in Gegenwart von Cytokinen und Wachstumsfaktoren eine wichtige Rolle zu, insbesondere für eine autologe Knochenmark-Transplantation. Blutbildung (Farbtafel), B-Zell-Entwicklung, Stammzellen.

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