Hustenreflex m, zur Reinigung der Atemwege dienender Schutzreflex. Ursachen des Hustens (Tussis) können „in die falsche Kehle“ geratene Fremdkörper oder sonstige Reizungen (z.B. Entzündungen, Rauch, Gase, Staub) der Mechanorezeptoren in den Schleimhäuten des Kehlkopfes und der Luftröhre sein. Die Erregung der Rezeptoren wird über den Vagus dem Reflexzentrum im verlängerten Mark zugeleitet und dort auf efferente Nervenzellen umgeschaltet, deren Fasern zum Zwerchfell, zur Zwischenrippen- und zur Bauchdeckenmuskulatur ziehen (ein Fremdreflex unter Beteiligung der Hirnnerven V, VII, IX, X, XI und XII). Durch deren reflektorisch gesteuerte Kontraktion wird dann eine plötzliche Ausatembewegung unter Sprengung der geschlossenen Stimmritzen ausgelöst, wobei die die Reizung verursachenden Fremdkörper mit dem so entstehenden Luftstrom herausgeschleudert werden. Beim Hustenstoß werden im Atmungstrakt Drücke von 40 kPa und Geschwindigkeiten bis zu 300 m/s entwickelt. Antitussiva, Codein, Expectorantien, Keuchhusten.