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Lexikon der Biologie

Impfung

Impfung, 1) Mikrobiologie: Übertragung von Viren, Bakterien, Pilzen, Protozoen auf lebende und tote Nährböden zum Zwecke der Züchtung (Impfkultur); auch Zufuhr von Misch- oder Reinkulturen symbiontischer Bakterien an Wirtspflanzen (z.B. Knöllchenbakterien) oder in den Erdboden (Mykorrhiza) und Zugabe von Mikroorganismen (Produktionsstämmen) in Bioreaktoren zur Herstellung bestimmter Produkte (Biotechnologie). 2) Medizin: Schutzimpfung, die aktive Immunisierung gegen infektiöse Erreger (Infektionskrankheiten). Neben den klassischen Impfstoffen, die aus kompletten, inaktivierten Erregern (abgeschwächte Krankheitserreger) oder einzelnen Proteinen von diesen bestehen, ist es möglich, Nucleinsäuren (DNA, RNA) als Impfstoff zu verwenden. Ob sich letztere auch für breit angelegte Schutzimpfungen von Menschen eignet, muß noch – vor allem, was die Sicherheit betrifft – untersucht werden (genetische Impfung).

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