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Lexikon der Biologie

Killer-Zellen

Killer-Zellen, K-Zellen, Zellen, die imstande sind, andere Zellen oder Pathogene abzutöten. Es gibt verschiedene Killer-Zelltypen mit unterschiedlichen Effektormechanismen: 1) Eliminierung opsonisierter Pathogene oder Zellen (Opsonisierung): verschiedene Zellen des Immunsystems können Fc-Fragmente (Fc) von Antikörpern der Isotypen IgG und IgE (Immunglobuline), die an Pathogene gebunden sind, über Fc-Rezeptoren binden, was in diesen Zellen verschiedene Effektormechanismen auslöst. Makrophagen und neutrophile Granulocyten nehmen vorwiegend opsonisierte Bakterien auf (Phagocytose), die in den Phagosomen abgetötet werden. Eosinophile Granulocyten lagern sich an opsonisierte (vor allem mit IgE) große Parasiten – wie z.B. Schistosomen (Schistosomatidae, Darmparasiten) – an und geben den Inhalt von Lysosomen nach außen ab, um diese abzutöten. Natural-Killer-Zellen (NK-Zellen) zerstören opsonisierte Zellen mit Hilfe von Perforin und Granzymen, die nach Aktivierung aus den cytoplasmatischen Granula freigesetzt werden (ADCC). 2) T-Zell-Rezeptor vermittelte Cytotoxizität: cytotoxische T-Lymphocyten (CTL) können Zielzellen, nach spezifischer Interaktion von Peptid-MHCI-Molekülkomplexen (Histokompatibilitäts-Antigene) der Zielzellen, mit ihren T-Zell-Rezeptoren und nach geeigneter Aktivierung (Costimulation, Lymphocyten-Aktivierung) eliminieren ( vgl. Abb. ). Die Effektormoleküle können, wie bei den NK-Zellen, Perforin und Granzyme sein, die zur Lyse der Zellen führen, oder Fas-Ligand (Fas), der nach Bindung an den Fas-Rezeptor (CD95; CD-Marker, Tab.) Apoptose in den Zielzellen auslöst.



Killer-Zellen

Killer-T-Zelle (rechts) bei der Kontaktaufnahme mit einer Tumorzelle

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