Kunststoffe, Plaste, organische makromolekulare chemische Verbindungen, die durch chemische Abwandlung von Naturstoffen oder durch chemische Synthese aus verschiedenen Grundstoffen (z.B. Acetylen, Ethylen) gewonnen werden. Zum Aufbau sind Moleküle mit reaktionsfähigen Stellen notwendig (z.B. funktionelle Gruppen wie Aminogruppen, Carboxylgruppen und Hydroxylgruppen, Doppelbindungen oder Dreifachbindungen). Nach ihrem thermischen Verhalten werden Kunststoffe eingeteilt in: a) Duroplaste: vernetzte starre, spröde, unschmelzbare Moleküle, die nach der Aushärtung thermisch nicht mehr veränderbar sind; b) Thermoplaste: miteinander verfilzte Fadenmoleküle, die beim Erwärmen über den Erweichungspunkt plastisch (formbar) werden und nach dem Erkalten ihre Form beibehalten; c) Elastoplaste: die gummielastischen (Gummi) Werkstoffe oder Elastomere. Nach der Herkunft unterscheidet man: a) Kunststoffe aus abgewandelten Naturstoffen (halbsynthetische Kunststoffe), z.B. Celluloseester, Galalith, Chlorkautschuk, b) vollsynthetische Kunststoffe, die durch Polymerisation (Polymere), Polykondensation und Polyaddition hergestellt werden. Die wichtigsten gemeinsamen Eigenschaften der Kunststoffe sind: sie sind makromolekular, hochpolymer, leicht, leiten nicht den elektrischen Strom, sind physiologisch im allgemeinen unbedenklich, überwiegend beständig gegen Wasser und Chemikalien, jedoch nicht gegen starke Hitze. abbaubare Kunststoffe, Abbaubarkeit, Abfall, Biokompatibilität von Werkstoffen, Biokunststoffe, Biotechnologie, Chlorchemie, Kohlenwasserstoffe, Staudinger (H.).