Lineweaver-Burk-Diagramm s, Lineweaver-Burk-Plot, resultiert aus der algebraischen Umformung der Michaelis-Menten-Gleichung (Enzyme), indem auf beiden Seiten der Gleichung das Reziprok gebildet wird. Man erhält somit folgenden Ausdruck:

1/vo = (KM/vmax) · 1/[S] + 1/vmax.

Trägt man 1/[S] als Abszisse und 1/vo als Ordinate auf, ergibt sich eine Gerade ( vgl. Abb. ). Der Abschnitt auf der Ordinate gibt 1/vmax wieder, die Steigung der Geraden entspricht KM/vmax, der Schnittpunkt der Geraden mit der Abszisse legt –1/KM fest. Durch die doppelt reziproke Darstellung der Michaelis-Menten-Gleichung kann vmax einer enzymatischen Reaktion genauer bestimmt werden als bei der einfachen Darstellung vo gegen [S], da dort der Wert für vmax asymptotisch erreicht wird und daher ungenau ist. Die Auftragung von Enzym-Kinetiken im Lineweaver-Burk-Diagramm kann auch Informationen über die Art der Enzymhemmungen geben.



Lineweaver-Burk-Diagramm



Doppelt reziproke Darstellung einer Michaelis-Menten-Enzymkinetik im Lineweaver-Burk-Diagramm