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Lexikon der Biologie

Lymphokine

Lymphokine [von *lympho- , griech. kinein = bewegen], Lymphocyten-Mediatoren, Bezeichnung für Cytokine, die hauptsächlich durch Antigen- oder Mitogen-stimulierte Lymphocyten abgegeben werden. Bei Stimulation durch Antigene wird das an die Makrophagen-Membran (Makrophagen) gebundene Antigen den T-Helfer-Zellen präsentiert (Antigen-Präsentation, Antigen-präsentierende Zellen) und von deren T-Zell-Antigen-Rezeptor (T-Zell-Rezeptor) erkannt. Die Wirkung der Lymphokine ist pleiotrop. Sie haben vor allem Einfluß auf die zellvermittelte Immunität durch Aktivierung unspezifischer Monocyten und Granulocyten. Neben diesen Zellen können auch Lymphocyten selbst und deren Vorläuferzellen aus dem Knochenmark zum Wachstum und zur Differenzierung angeregt werden (autokrine Wirkung). Wichtige Vertreter der Lymphokine sind z.B. der Makrophagen-Inhibitions-Faktor (MIF, Makrophagenmigrations-Hemmfaktor), der die Makrophagenwanderung in vitro hemmt, sowie der Makrophagen-aktivierende Faktor (aktivierter Makrophage). Zudem kann ein großer Teil der Interferone und Interleukine zu den Lymphokinen gezählt werden. LAK-Zellen, T-B-Lymphocyt-Kollaboration, Überempfindlichkeitsreaktionen.

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