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Lexikon der Biologie

Monocyten

Monocyten [von *mono- , griech. kytos = Höhlung, Zelle], Blutmakrophagen, Blutwanderzellen, amöboid bewegliche (amöboide Bewegung), sehr große (ca. 12 μm) Zellen (mononukleäre Phagocyten, Leukocyten) des Immunsystems der Wirbeltiere und des Menschen. Monocyten ( vgl. Abb. ) entwickeln sich aus Granulocyten-Monocyten-Vorläuferzellen im Knochenmark ( Blutbildung ). Die reifen Monocyten zirkulieren ca. 8 h im Blutstrom, bevor sie ins Gewebe auswandern und sich zu spezifischen Gewebsmakrophagen weiter differenzieren. Eine drastische Erhöhung der Monocytenzahl im Blut (Monocytose) gilt u.a. als differentialdiagnostischer Hinweis auf das Pfeiffersche Drüsenfieber (infektiöse Mononucleose), eine häufige und schmerzhafte, aber in der Regel harmlose, durch das Epstein-Barr-Virus verursachte Erkrankung der lymphatischen Organe. Agranulocyten, Blutzellen, Entzündung, Histiocyten, Leukocytenkurve (Abb.), Makrophagen (Abb.).



Monocyten

Monocyt auf einer Endothelzelle (rasterelektronenmikroskopische Aufnahme)

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