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Lexikon der Biologie

mononukleäre Phagocyten

mononukleäre Phagocyten [von *mono- , latein. nucleus = Kern], mononucleäre Phagocyten, im Körper weit verbreitete Zellen (Phagocyten), die durch ihre starke Phagocytose gekennzeichnet sind. Sie stammen aus dem Knochenmark und werden durch Kolonie-stimulierende Faktoren (CSF, MCSF) zur weiteren Differenzierung angeregt. Im jungen Stadium werden sie als Monocyten, im älteren Stadium als Makrophagen bezeichnet. Makrophagen finden sich in vielen Körpergeweben. Mononukleäre Phagocyten exprimieren neben Rezeptoren für Immunglobuline und Komplement-Komponenten (Komplement) auch einen Faktor, der denaturierte (Denaturierung) Proteine erkennen kann. Auf ihren Histokompatibilitäts-Antigenen (der Klasse I und II) präsentieren sie Antigene (Antigen-Präsentation), die sie mittels ihrer Rezeptoren erkannt, aufgenommen und prozessiert haben. Weitere Zellprodukte der mononukleären Phagocyten sind Lysozym, Kollagenase, Elastase und Mediatoren wie Prostaglandine, Leukotriene und die Monokine (aktivierter Makrophage).

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