Ölblumen, Blüten (Blüte), die aus speziellen Geweben (Elaiophoren) fette Öle statt Nektar sezernieren. Die Öle (Blütenöle) werden von spezifischen Bienen (Ölbienen) mit kompliziert gebauten Beinen gesammelt ( Ö vgl. Abb. ) und zusammen mit Pollen anderer Blüten als Nahrung für die Larven eingetragen. Bisher sind über 2300 Ölblumen aus verschiedensten Pflanzenfamilien bekannt ( Ö vgl. Tab. ). In Mitteleuropa gehören als bisher einzige bekannte Vertreter die beiden Arten Lysimachia vulgaris und Lysimachia punctata des Gelbweiderichs in diese Gruppe. Das Öl wird von der Schenkelbiene Macropis europaea (Familie Melittidae) aus Blüten von Lysimachia vulgaris, von Macropis fulvipes aus Lysimachia punctata gesammelt. Ölblumen i.w.S. sind auch die Orchideen (u.a. viele Catasetinae [Catasetum], Stanhopeinae) aus dem tropischen Amerika, die etherische Öle produzieren, die von Männchen der Gruppe Prachtbienen (Euglossinae) gesammelt werden. Apoidea, Bestäubung, Parfümblumen; ä Bestäubung II .



Ölblumen



1a Blüte einer Diascia-Art mit den beiden langen Spornen; b Vorderbein der bestäubenden Biene (Gattung Rediviva) zur Ausbeutung der Öldrüsen in den Spornen. 2 Centris-Weibchen beim Ausbeuten einer Pantoffelblume (Calceolaria); Blüte angeschnitten. 3 Macropis europaea beim Sammeln von Öl am Gelbweiderich (Lysimachia vulgaris); charakteristisch ist die Beinhaltung. 4 Tarsus eines Ölsammelbeins eines Vertreters der Gattung Paratetrapedia