Peritricha [von *peri- , griech. triches = Haare], Peritrichia, Glockentierchen i.w.S., artenreiche Ordnung der Wimpertierchen mit 2 Unterordnungen, den festsitzenden Sessilia und sekundär frei lebenden Mobilia ( vgl. Tab. ). Das Vorderende der Zelle ist zu einer Scheibe (Peristom) erweitert, auf der 2 links gewundene, spiralige Wimpernreihen in ein tiefes Vestibulum und zum Zellmund (Cytostom) führen. Der meist wimperlose Körper ist unter der Oberfläche mit einem kontraktilen Fibrillensystem (Myoneme) versehen, das ein Zurückziehen des Peristoms und Abkugeln des Körpers, bei einem Teil der gestielten Arten ein Einziehen des Stiels ermöglicht. Manche Arten bilden ein Gehäuse aus, viele Arten leben als Kolonien, die unterschiedlich verzweigt sein können. Ungeschlechtliche Vermehrung in Form einer Längsteilung ( asexuelle Fortpflanzung II ). Bei solitären Arten wird eine Tochterzelle zu einem Schwärmer, der sich erneut festsetzt. Sexuelle Fortpflanzung ist eine Konjugation, die zu einer einseitigen Befruchtung abgewandelt ist. Die Gamonten sind ungleich groß (Anisogamontie; Gamontogamie). Es kommt nur im größeren Gamonten (Makrogamont) zur Kernverschmelzung, der kleinere (Mikrogamont) wird während der Paarung von Makrogamonten resorbiert. Mikrogamonten entstehen durch inäquale Teilung, bilden einen Wimpernkranz aus und sind frei beweglich. Makrogamonten lösen sich nicht ab. Peritricha haben ihre Hauptverbreitung im Süßwasser, sie sind vor allem Bakterienfresser. Viele Arten sind Symphorionten auf Wassertieren. Cyrtophora (Tab.), Einzeller (Tab.), Glockentierchen (Abb.); Einzeller II .