Direkt zum Inhalt
Lexikon der Biologie

priming

priming s [engl., = Zündvorgang], 1) Biochemie: random priming, self-priming. 2) Immunologie: Erzeugung einer primären Immunantwort. Dabei wird T-Lymphocyten oder B-Lymphocyten ein Antigen in immunogener Form (Immunogene) präsentiert (Antigen-Präsentation). Das priming von Zellen hat zur Folge, daß sie bei einer zweiten oder späteren Immunantwort als Gedächtniszellen (immunologisches Gedächtnis) reagieren können. cytotoxische T-Lymphocyten. 3) Neurobiologie: die verbesserte Fähigkeit zur Verarbeitung, Wahrnehmung oder Identifikation eines Reizes, die darauf beruht, daß dieser oder ein ähnlicher Reiz kurz zuvor bereits präsentiert wurde. Priming erhöht die Geschwindigkeit und Effizienz, mit denen Organismen mit einer vertrauten Umwelt interagieren, indem die Informationsverarbeitung durch frühere Erfahrungen gleichsam vorbereitet wurde. So werden z.B. im Experiment Wörter, sinnlose Buchstabenfolgen, Linien, Figuren oder Töne, die man früher schon gesehen oder gehört hat, häufiger oder schneller erkannt, wenn sie kurz erneut präsentiert werden (z.B. wenn sie 25 ms lang auf einen Bildschirm „geblitzt“ werden).

SciViews