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Lexikon der Biologie

Radiolarit

Radiolarit m, aus den Überresten von Radiolaria bestehendes, dichtes, scharfkantig und kleinstückig brechendes, fossiles Gestein, vorwiegend verkieselter Kalkstein oder kieseliges Gestein mit geringem Tonanteil, häufig durch Hämatit rotbraun oder grünlich gefärbt, seltener bräunlich oder schwarz. Entstehung möglicherweise auf submarinen Schwellen ab mehreren hundert Metern Tiefe unter bestimmten ozeanographischen und klimatischen Bedingungen. Radiolarite sind daher auf den tropisch-subtropischen Bereich und zeitlich vom Ordovizium bis zur Ober-Kreide beschränkt. Ihre Bildung dürfte bevorzugt auf verstärktes Radiolarienwachstum infolge des Austritts kieselsäurereicher vulkanischer Lösungen im Meer zurückgehen. – Paläozoischer „Radiolarit“ (= Kieselschiefer) wird wegen seiner dunklen Farbe (Einschluß kohliger Substanzen) als Lydit bezeichnet. Radiolarienschlamm.

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