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Lexikon der Biologie

Reticulocyten

Reticulocyten [von *reticulo- , griech. kytos = Höhlung, Zelle], Retikulocyten, Proerythrocyten, polychromatophile Erythrocyten, vitalgranulierte Erythrocyten, jugendliche rote Blutkörperchen (Erythrocyten), in deren Plasma sich die im Zuge der Reifung (Erythropoese) degenerierenden und verklumpenden Ribosomen und Polyribosomen bei Vitalfärbung mit Brillantkresylblau als feines Netzwerk lichtmikroskopisch darstellen lassen. Im allgemeinen auf das Knochenmark beschränkt und nur zu ca. 1% im strömenden Blut vorkommend, können sie nach starkem Blutverlust, bei Vitamin B12-Behandlung (Cobalamin) und bei Perniciöser Anämie stark vermehrt (bis 30%) im peripheren Blut auftreten. Bindegewebe, Reticulocytenlysat; Blutbildung .

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