Schlaf-Apnoe-Syndrom s [von griech. apnoos = ohne Atmung], im Schlaf häufiger als 10mal pro Stunde auftretende, wiederkehrende Atemstillstände (Atmungsregulation) mit einer Dauer von über 10 s, bei denen die Sauerstoffsättigung im Blut ( ä Hämoglobin ) um mehr als 4% absinkt. Das Syndrom wird in eine zentrale (sehr selten), eine obstruktive (häufigste Form) und eine gemischte obstruktiv-zentrale Form eingeteilt. Betroffen sind überwiegend Männer (Verhältnis zu Frauen 10 :1) zwischen 40 und 60 Jahren. Übergewicht ist der wichtigste Risikofaktor. Patienten mit einem klinisch relevanten Schlaf-Apnoe-Syndrom zeigen eine deutlich erhöhte Tagesmüdigkeit. In der Anamnese dieser Patienten fallen zudem lautes, unregelmäßiges Schnarchen, die Beobachtung nächtlicher Atempausen durch den Bettpartner, morgendliche Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Mundtrockenheit auf. Zudem können Schlaf-Apnoe-Patienten unter unspezifischen psychischen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Leistungsknick und intellektuellem Leistungsverfall leiden. Auf körperlicher Ebene imponieren oft Fettsucht, Hypertonien und Herzrhythmusstörungen. Die Schlaf-Apnoe selbst ist ein Risikofaktor für Schlaganfall und andere kardiovaskuläre Erkrankungen.