Sekundärstruktur, im ursprünglichen Sinne diejenige Struktur von linearen Makromolekülen (makromolekulare chemische Verbindungen, Biopolymere), die ganz oder zu einem erheblichen Teil durch Wasserstoffbrücken bedingt ist, wie z.B. die Helixstrukturen doppelsträngiger Desoxyribonucleinsäuren und Ribonucleinsäuren (Ribosomen, transfer-RNA) und die Helix- und Faltblattstrukturen der Proteine. Bei den Nucleinsäuren tragen neben den Wasserstoffbrückenbindungen auch die sog. Stapelkräfte wesentlich zur Stabilität der Sekundärstrukturen bei. Die Definition von „Sekundärstruktur“ ist bei Proteinen nicht einheitlich. Neben der obengenannten Definition wird zunehmend die räumliche Anordnung der Peptidketten ohne Berücksichtigung der durch die Seitenreste bedingten Interaktionen als Sekundärstruktur definiert. Eine weitere Möglichkeit ist, alle Wechselwirkungen zwischen den in einer Peptidkette nahe benachbarten Aminosäuren als Sekundärstruktur zu definieren. Die beiden zuletzt genannten Definitionen erlauben allerdings keine klare Abgrenzung gegenüber den Tertiärstrukturen der Proteine. Eine weitere, oft genannte Organisationsebene ist die Packung bzw. Gruppierung von Sekundärstrukturelementen, sog. Supersekundärstrukturen, die für viele Proteine charakteristisch sind. Aminosäuresequenz, Antiparallelität, Membranproteine, Primärstruktur, Proteine (Abb.), Quartärstruktur, RNA-Topologie, Röntgenstrukturanalyse, schwache Wechselwirkung, Selbstorganisation, Struktur-Funktion-Beziehung, Translation; ä Desoxyribonucleinsäuren I ä Desoxyribonucleinsäuren III , Proteine I .