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Lexikon der Biologie

Syncytium

Syncytium s [von *syn- , griech. kytos = Höhlung, Zelle; Plural Syncytien], durch Verschmelzen ursprünglich einkerniger Zellen entstandener, zelläquivalenter, vielkerniger (polyenergider) Plasmakörper. Syncytien trifft man ebenso auf der Organisationsstufe der Einzeller an, so bei den Schleimpilzen (Fusionsplasmodium), wie in den Geweben der Metazoa, etwa in Form syncytialer Körpergewebe vieler Nemathelminthes, als Muskelfasern der quergestreiften Muskulatur der Wirbeltiere, im Syncytiotrophoblasten der Embryonalhüllen der Säuger und eventuell in den Chondroklasten und Osteoklasten der Wirbeltiere, die, nach allerdings nicht ganz gesicherten Beobachtungen, ein Verschmelzungsprodukt phagocytotischer Mesenchymzellen (Mesenchym) darstellen. Epithel.

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