Versuch-und-Irrtum-Prinzip, Versuch-und-Irrtum-Lernen (VIL), trial and error learning, Lernprinzip auf der Basis von Erfolg und Mißerfolg nach anfangs spontaner Handlungsentscheidung, wobei die jeweils gemachte Erfahrung die weiteren Erwartungen und Versuche direkt beeinflußt und von Versuch zu Versuch die positive Wahlentscheidung stabilisiert wird. Hypothesenbildung (Hypothese) und Erfahrungstransfer sind beim VIL beteiligt, wodurch es als intentionales Lernen vom beiläufigen Lernen abgetrennt wird. Meist liegt eine Kombination aus bedingter Appetenz, bedingter Aversion und bedingter Aktion vor. Die höchste Form von VIL ist ein auf Optimierung des Lernproblems hinauslaufendes, systematisches Ausprobieren bis zur effektivsten Lösung. In Analogie zu diesem Prinzip können in der Biologie Mutanten als neue Erwartungen an die „Realität“ oder neuer Versuch gesehen werden. Negative Aspekte der Selektion wären dann das Pendant zum Irrtum. Es ist ein Prinzip, das sich auch in den Naturwissenschaften wiederfindet (Empirie als Versuch und die Theorien als Erfahrungen bzw. bei ihrer Falsifikation als Irrtum). instrumentelles Lernen; Einsicht .