Vitellogenin s [von *vitell- , griech. gennan = erzeugen], aus mehreren Untereinheiten zusammengesetztes, hochmolekulares Dottervorläuferprotein, das bei Tieren mit dotterreichen Eiern (Dotter) vorhanden ist. Vitellogenin wird beim Prozeß der Vitellogenese aus der Blutbahn (Blut) oder Hämolymphe durch rezeptorvermittelte Endocytose in die Oocyte aufgenommen, zu den Dotterproteinen Vitellin und Phosvitin umgebaut und dort, zusammen mit Kohlenhydraten und Fetten, gespeichert. Es wird bei den eierlegenden Wirbeltieren (z.B. Fische, Amphibien und Vögel) in der Leber synthetisiert. Die Synthese wird von Östradiol ausgelöst. Bei Insekten erfolgt die Steuerung der Vitellogenese und der Vitellogeninsynthese im Fettkörper durch Juvenilhormon (teilweise im Zusammenwirken mit Ecdysteroiden) und Retinsäure. Krebstiere bilden Vitellogenin – induziert durch das vitellogenin stimulating ovarian hormone, im Hepatopankreas und teilweise im Ovar. Corpora-allata-Hormon, Lipovitellin, oostatisches Hormon.