Zoochlorellen [von *zoo- , griech. chlōros = gelbgrün], auf K. Brandt (1881) zurückgehende Sammelbezeichnung für grün erscheinende Endosymbionten verschiedenster systematischer Herkunft in Protozoen und Metazoa (Algensymbiose; Endosymbiose). So haben die Zoochlorellen von Amoeba viridis, Paramecium bursaria (Pantoffeltierchen), Chlorohydra viridissima (Süßwasserpolypen) und Dalyellia viridis (Dalyellioida) morphologische Ähnlichkeit mit freilebenden Grünalgen der Gattung Chlorella (Oocystaceae). Die Zoochlorellen der acoelen Strudelwürmer Convoluta roscoffiensis (Convoluta roscoffensis) und Convoluta psammophila (Platymonas convolutae) zählen zu den autotrophen Flagellaten (Prasinophyceae). Hingegen sind die Zoochlorellen der marinen Schnecken Elysia viridis und Tridachia crispata keine kompletten einzelligen Organismen, sondern (nur) Zellorganelle, und zwar Chloroplasten, die aus der pflanzlichen Nahrung (siphonale Grünalgen, Bryopsidales) einbehalten und als sog. Kleptoplasten (Bezeichnung nach H. Körner in Analogie zu den Kleptocniden) in das Wirtsgewebe eingelagert werden. Die photosynthetisch aktiven Zoochlorellen liefern Syntheseprodukte (z.B. Maltose) an den heterotrophen Wirtsorganismus und übernehmen von diesem u.a. Stickstoffverbindungen. Im Gegensatz zu den nur marin als Endosymbionten auftretenden Zooxanthellen kommen Zoochlorellen (abgesehen von den Algen-Chloroplasten) hauptsächlich in Süßwasserorganismen vor. Endosymbiose .

H.Kör.